Botanische Gärten

Naturschutz in den Botanischen Gärten -

www.botgart.uni-bonn.de

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hier Beispiele aus den Botanischen Gärten der Universität Bonn:

Der Verlust von Tier- und Pflanzenarten sowie von deren Lebensräumen schreitet weltweit in bedrohlichem Maße voran. Auch in unserer heimischen Flora sind viele Pflanzenarten in ihrem Bestand gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht.

Die Botanischen Gärten Bonn reagieren darauf in zweierlei Hinsicht. Zum einen orientieren sie sich an verschiedenen internationalen Regelungen und Abkommen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Zusammenarbeit mit den örtlichen Zollbehörden und die Kultivierung von Pflanzen, die vom Zoll beschlagnahmt wurden auf Grund von Verstößen gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen.

Zum anderen entwickeln die Botanischen Gärten, in denen zahlreiche bedrohte Pflanzen kultiviert werden, eigene Aktivitäten (wie zum Beispiel das Projekt „Silbergras“) oder beteiligen sich an Forschungs- und Entwicklungsvorhaben des Bundesamts für Naturschutz.

 

© Fotos André Obermüller


Ex-situ-Schutz (Erhaltungsprojekte)

Ex-situ-Schutz

Ex-situ-Schutz

Eine zunehmend wichtigere Aufgabe der Botanischen Gärten Bonn ist es, bedrohte Pflanzen vorübergehend in Kultur zu nehmen. Für unterschiedliche Kooperationspartner sammeln wir, selbstverständlich mit den notwendigen Genehmigungen, Pflanzen an bedrohten Standorten oder von bedrohten Arten, um sie bei uns zu vermehren und für Wiederansiedlungsprojekte zur Verfügung zu stellen oder solche selbst durchzuführen. Hier finden Sie eine aktuelle Liste von Pflanzen, die sich bei uns in Kultur befinden und vermehrt werden.

 

In-situ-Schutz (Wiederansiedlungsprojekte)

In-situ-Schutz

In-situ-Schutz

Das Ziel jedes Wiederansiedlungsprojektes in den Botanischen Gärten Bonn ist es, dazu beizutragen, gefährdete Pflanzen an ihren natürlichen Standorten nachhaltig zu sichern.

 

Toromiro (Artehaltungsprojekt)

Toromiro

Toromiro

Der Toromiro von der Osterinsel

Der Toromiro (Sophora toromiro) ist die einzige einheimische Baumart der Osterinsel. Der berühmte norwegische Forschungsreisende Thor Heyerdahl sah den letzten Toromiro Ende der 50er Jahre und sammelte einige Früchte. Seitdem galt diese Art als ausgestorben.

1988 entdeckten wir in unserem Botanischen Garten ein Exemplar des Toromiro. Die Nachricht von dieser Entdeckung schlug hohe Wogen und es stellte sich dann später heraus, dass der Toromiro auch noch in anderen Botanischen Gärten (Göteborg, Schweden; Viña del Mar, Chile und Melbourne, Australien) überlebt hat.

Das Bonner Exemplar wurde jahrzehntelang in unseren Gewächshäusern gepflegt, seine Bedeutung aber erst 1988 klar. Seit dieser Zeit wird dieses Exemplar mit verschiedenen Methoden vermehrt und an andere Botanische Gärten abgegeben.

Um die verschiedenen Erhaltungs-Aktivitäten zu koordinieren, wurde die Toromiro Management Group gegründet. 1995 wurden 160 Toromiros aus den Botanischen Gärten in Göteborg und Bonn auf die Osterinsel gebracht, wo sie von der Bevölkerung mit Begeisterung empfangen wurden. Einige überlebten und wachsen inzwischen wieder auf der Osterinsel.

Das Modellbeispiel Sophora toromiro zeigt nachdrücklich die Bedeutung von Botanischen Gärten auf.

 
 

Verzeichnis Botanischer Gärten in Deutschland

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